Einwanderung und Integration
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Beitrag  TapsiCat Mi Jan 27, 2010 8:50 pm

Götz George kämpft in Berlin-Kreuzberg
Mittwoch, 27. Januar 2010 16:59 - Von André Mielke

Dominik Brunner musste auf einem S-Bahnhof sterben, weil er anderen helfen wollte.
Seitdem der Münchner tot geprügelt wurde, schwelt die Debatte um Zivilcourage. In dem gleichnamigen Film stemmt sich Götz George gegen eine Migranten-Gang.
Und merkt, was passiert, wenn man nicht wegsieht.
Zivilcourage


Drama im Kiez:
Afrim (Arnel Taci) bedroht Peter Jordan (Götz George),
damit er seine Anzeige bei der Polizei zurückzieht.
Jessica (Carolyn Grenzkow) versucht, ihren Freund zu beruhigen.


Brunner wollte nicht den Helden spielen.
Er folgte dem, was er für selbstverständlich hielt.
Deshalb gilt er jetzt als Held.

Es gab Kundgebungen, Schweigeminuten und ein Bundesverdienstkreuz. Posthum. Dominik Brunner starb auf einem Münchner S-Bahnhof,
nachdem er sich schützend vor bedrohte Kinder gestellt hatte.


Seine Tat taugt sowohl zum leuchtenden als auch – wegen der Folgen für ihn selbst – abschreckenden Beispiel.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem Protagonisten des TV-Dramas „Zivilcourage“ im Ersten.
Der Fall Brunner scheint sich darin zu spiegeln.
Dabei war der Film längst abgedreht, als Halbwüchsige im vergangenen September den Familienvater zu Tode trampelten.

„Zivilcourage“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich nicht nur schnell zwischen Eingreifen oder Wegsehen entscheiden muss.
Nein, im Gegensatz zu Brunner steht er auch danach vor der Frage,
ob er weiterhin und immer wieder, wie es so blumig heißt, „Gesicht zeigen“ und sich in Gefahr bringen will:
Peter Jordan (Götz George) betreibt seit Ewigkeiten ein Antiquariat in Berlin-Kreuzberg.
Seine Gegend hat sich zu einem „sozialen Brennpunkt“ entwickelt. Jordan hat dicke Gitter vor den Fenstern.
Während draußen der Ghetto-Rap tobt, schlürft drinnen der Bücherwurm seinen Tee auf die feine englische Art, und aus den Boxen sickert milder Jazz.

Auf der anderen Straßenseite lungert derweil die testosterongeladene, in ihrer Langeweile gefangene Migrantenjugend
und feixt über den alten Zausel.
Er ist ihnen zu fremd, um ein Gegner zu sein.
Diese Koexistenz kippt, als Jordan eines Abends knapp verhindert, dass der aus dem Kosovo stammende Afrim (Arnel Taci) einen Obdachlosen zu Tode tritt.

Jordan zeigt den Täter an.

Es ist einer der Jungs von Gegenüber. Im Gegenzug bekommt der Antiquar es nicht nur mit Afrims Teenager-Gang zu tun,
sondern mehr noch mit dessen älterem Bruder (Marko Mancic).
Der hat auf dem Balkan erfahren, wie wenig ein Menschenleben im Krieg wert sein kann.
Und für den ist das hier auch Krieg.
Existenzkampf.
Entsprechend setzt er Jordan unter Druck, die Anzeige zurückzuziehen und sich an nichts mehr zu erinnern.

Dieser Einbruch in einen wohlgeordneten Mittelschichtskosmos wird in harten Bildern gezeigt.
Das erinnert an Züli Aladags Drama „Wut“, das vor gut drei Jahren nach einem ARD-Instanzen-Ping-Pong erst einmal ins Nachtprogramm verklappt wurde.

Einige Intendanten hatten ihrem Publikum nicht zumuten wollen,
dass hier ein Einwandererkind im „Kampf der Kulturen“ als Schurke und nicht zuerst als Opfer widriger Umstände porträtiert wurde.

Womöglich ist diesbezüglich ein Gewöhnungseffekt eingetreten.
Denn um den Film von Jürgen Werner (Buch) und Dror Zahavi (Regie) müsste es nun eigentlich ähnliche Kontroversen geben.
Der bleibt nicht stehen bei Gewaltexzessen und dem Entsetzen darüber,
sondern leitet aus dem Begriff der Zivilcourage die grundsätzliche Frage nach der Verteidigung zivilisatorischer Grundwerte ab:
Wem gehört diese imaginäre Kreuzberger Hausmannstraße eigentlich?
Wessen Regeln gelten hier?
Wie lange kann eine Gesellschaft die Verletzung ihrer Normen durch Einzelne oder Gruppen noch hinnehmen,
ohne sich dabei selbst aufzugeben?


Und dabei spielen hier Glaubensfragen und Ehrenmorde noch nicht mal eine Rolle.
Deshalb wären die geschilderten Probleme übrigens auch mit deutschstämmigen Jugendlichen vorstellbar –
beispielsweise in einer „national befreiten Zone“ in Sachsen-Anhalt.
Pure Gewalt haben Migrantenkinder nun wirklich nicht exklusiv.

Auch Jordans Tochter (Maria Simon) hat lange in der Gegend gewohnt.
Nun ist sie an den Stadtrand gezogen.
Ihre Kinder sollen dort lernen, wo Lehrer nicht von Schülern bedroht werden.
Über das Problem-Klientel sagt sie: „Du kannst diese Leute nicht durch deine Brille sehen.

Die denken anders als wir,
die fühlen anders als wir,
die haben ganz andere Wertvorstellungen.“

Ihr Vater:
„Aber die leben in unserem Land. Hier gibt es Gesetze und die Polizei. Wir leben nicht in irgendeinem Kriegsgebiet.“

Jordan versteht die aussichtlose Lage vieler Einwanderer. Aber er ist nicht bereit, deshalb seine Maßstäbe zu verschieben.
Da ist er belastbarer als seine Wasserwerfer-erprobten Freunde aus 1968-er-Tagen.
Deren Ideale kennen eine Schmerzgrenze.

Die Jungs auf der anderen Straßenseite dagegen glauben fest an Stolz, Ehre und Familie.
Die halten zusammen.
Jordan ist irgendwann allein.
Last Man Standing.

Wer will, kann das auch als Metapher auf den Zustand der oft beschworenen westlichen Wertegemeinschaft verstehen.

Götz George spielt wieder einmal in seiner eigenen Liga.
Er gibt seiner Figur eine Beharrlichkeit, die zuweilen an Entrücktheit grenzt.
Manchmal muss man weltfremd sein, um nicht wegzulaufen.
Am Anfang begegnet Jordan der Gewalt mit dem Büchner-Zitat: „Was ist das, was in uns lügt, mordet und stiehlt?“

Zum Schluss besorgt er sich eine Pistole.

Es ist ein weiter Weg. George geht ihn behutsam und ohne dafür den Schimanski auszupacken.

Der Film macht keine Vorwürfe.
Das ist angenehm.
Er sagt nicht: Wer ausweicht, ist feige. Oder: Die Polizei ist schuld. Die Politik.

Er sagt: Keine Ahnung, wohin das führt. Aber es sieht nicht gut aus.

Der Film stellt jede Menge Fragen und reißt noch mehr an, zuweilen übertreibt er das.
Manche Dialoge wirken deshalb überfordert und ein paar Figuren eher grob gezeichnet.

Und der Film pflanzt eine Hoffnung.
Sie heißt Jessica und ist Afrims deutsche Freundin.
Sie kann kaum lesen, macht aber bei Jordan ein Praktikum, um nicht von der Schule zu fliegen.
Carolyn Genzkow überzeugt als junge Frau, die stark genug ist, ihren Geschwistern die malade Mutter halbwegs zu ersetzen.
Trotzdem hat sie kaum eine Chance, ihrem Milieu zu entkommen.
Aber sie will es immerhin versuchen.

Viel mehr Licht ist nicht;
stattdessen Ratlosigkeit und Jordans Sarkasmus: „Warum bauen wir keine Mauer um die Hausmannstraße?
Und wer wohnt dann dahinter?
Sind wir das oder die?“

Bleibt die Frage: Wer sind „die“, und wer sind „wir“?

Mittwoch (27. Januar 2010), 20.15 Uhr, ARD.

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Leider konnte ich den TV- Film nicht sehen ...
aber ich hoffe er wird wiederholt !
Aber die Beschreibung des Films... läßt immer wieder die Frage zu ...
warum DEUTSCHLAND
diese gewalttätigen, kriminellen , herumlungernden Migrantenfamilien mit ausländischer Staatsangehörigkeit nicht endgültig aus DEUTSCHLAND ausweist ?
Müssen sich einheimische Deutsche in DEUTSCHLAND tatsächlich , wie der Hauptdarsteller im Film,
mit Pistolen bewaffnen, um sich und ihr Eigentum , vor gewalttätigen räuberischen, gierigen Menschen fremder Staaten, welche sich in DEUTSCHLAND aufhalten
und sich vielfach von dem Staat der DEUTSCHEN , faul und schamlos versorgen lassen wollen ... zu wehren ? ! ?

Ich plädiere nach wie vor , für sofortige Ausweisungen
eines jeden kriminellen, gewalttätigen Ausländers
in/ aus DEUTSCHLAND .

TapsiCat

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Beitrag  Admin Do Jan 28, 2010 2:40 am

Nun der Film war besser , als man von der Islam-ARD anehmen konnte !!!
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Beitrag  Autonomie Do Jan 28, 2010 10:21 am

Eine angenehme Überraschung,das Personal im Breich " Was zensieren wir denn heute" scheint dem Rotstift zum Opfer gefallen zu sein? Smile

Die Revolverszene hatte schon was " Ein Mann sieht Rot Ähnliches an sich "und das Beste daran, es mußte nicht mal abgedrückt werden, nichtsdestotrotz.....das Ziel wurde erreicht.

Gruß
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