Abbas macht Rückzieher - Ende des Friedensprozesses?

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Abbas macht Rückzieher - Ende des Friedensprozesses?

Beitrag  KarlMartell am Mi Nov 11, 2009 12:10 am

"Palästina
Präsident Abbas verzichtet auf Wiederwahl
5. November 2009, 15:41 Uhr
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will nicht mehr zu den für Januar geplanten Wahl antreten. Das gab der 74-Jährige während einer Sitzung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) bekannt. Wie ein PLO-Funktionär mitteilte, hat sich Abbas trotz allen Bittens nicht von seinem Entschluss abhalten lassen.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas will sich nach Angaben von Vertrauten im Januar nicht erneut zur Wahl stellen. Abbas sei frustriert, weil die Friedensgespräche mit Israel in einer Sackgasse steckten, war aus seinem Umfeld zu vernehmen.

Er wollte demnach im Lauf des Tages eine Erklärung abgeben. Der israelische Präsident Schimon Peres, Verteidigungsminister Ehud Barak sowie der ägyptische Präsident Husni Mubarak und der jordanische König Abdullah hatten versucht ihn umzustimmen, hieß es. Abbas hat schon früher damit gedroht, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren.

Abbas ist seit Januar 2005 im Amt und gehört zur moderaten Palästinenserführung, die sich für einen Gewaltverzicht gegen Israel sowie für Friedensverhandlungen zur Beilegung des israelisch- palästinensischen Konfliktes ausgesprochen hat. Mit einem Amtsverzicht würde Abbas auch Israel treffen, weil es einen Friedens- und Verhandlungspartner verlieren würde.

Unklar war aber, ob die Entscheidung von Abbas wirklich unumstößlich ist. Es gab Spekulationen, wonach der 74-Jährige im Fall von Demonstrationen seiner Fatah-Partei sowie der massiven Unterstützung aus dem Ausland seinen Verzicht doch noch überdenken könnte.

Der Palästinenserpräsident hatte bereits am Mittwoch zu verstehen gegeben, dass er auf sein Amt verzichten wolle, falls Israel nicht einem vollständigen Baustopp in jüdischen Siedlungen zustimmen sollte. Israelische Kommentatoren schrieben daraufhin, dass Abbas mit seiner Drohung seine letzte politische Karte ausgespielt habe.

Die rechtsgerichtete und siedlerfreundliche Regierung in Israel unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will rund 3000 neue Wohneinheiten in Siedlungen im Westjordanland bauen lassen. Sie akzeptiert auch keine Beschränkungen im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems."


Eigentlich nicht zu tolerierendes Verhalten von Seiten der Israelis.
Aber: sie machen doch nur das, was viele islamische Staaten in nichtislamischen Staaten mithilfe "nützlicher Idioten" praktizieren - schleichende Umvolkung...


Nun, wie auch immer: Sollte Abbas nicht mehr zur Verfügung stehen, geht der letzte gemäßigte Palästinenser mit Einfluss in "Rente". Für den "Friedensprozess" wäre das wohl der Todesstoß!
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KarlMartell

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Re: Abbas macht Rückzieher - Ende des Friedensprozesses?

Beitrag  Gast am Mo Dez 07, 2009 6:22 pm

KarlMartell schrieb:"Palästina
Präsident Abbas verzichtet auf Wiederwahl
5. November 2009, 15:41 Uhr
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will nicht mehr zu den für Januar geplanten Wahl antreten. Das gab der 74-Jährige während einer Sitzung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) bekannt. Wie ein PLO-Funktionär mitteilte, hat sich Abbas trotz allen Bittens nicht von seinem Entschluss abhalten lassen.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas will sich nach Angaben von Vertrauten im Januar nicht erneut zur Wahl stellen. Abbas sei frustriert, weil die Friedensgespräche mit Israel in einer Sackgasse steckten, war aus seinem Umfeld zu vernehmen.

Er wollte demnach im Lauf des Tages eine Erklärung abgeben. Der israelische Präsident Schimon Peres, Verteidigungsminister Ehud Barak sowie der ägyptische Präsident Husni Mubarak und der jordanische König Abdullah hatten versucht ihn umzustimmen, hieß es. Abbas hat schon früher damit gedroht, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren.

Abbas ist seit Januar 2005 im Amt und gehört zur moderaten Palästinenserführung, die sich für einen Gewaltverzicht gegen Israel sowie für Friedensverhandlungen zur Beilegung des israelisch- palästinensischen Konfliktes ausgesprochen hat. Mit einem Amtsverzicht würde Abbas auch Israel treffen, weil es einen Friedens- und Verhandlungspartner verlieren würde.

Unklar war aber, ob die Entscheidung von Abbas wirklich unumstößlich ist. Es gab Spekulationen, wonach der 74-Jährige im Fall von Demonstrationen seiner Fatah-Partei sowie der massiven Unterstützung aus dem Ausland seinen Verzicht doch noch überdenken könnte.

Der Palästinenserpräsident hatte bereits am Mittwoch zu verstehen gegeben, dass er auf sein Amt verzichten wolle, falls Israel nicht einem vollständigen Baustopp in jüdischen Siedlungen zustimmen sollte. Israelische Kommentatoren schrieben daraufhin, dass Abbas mit seiner Drohung seine letzte politische Karte ausgespielt habe.

Die rechtsgerichtete und siedlerfreundliche Regierung in Israel unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will rund 3000 neue Wohneinheiten in Siedlungen im Westjordanland bauen lassen. Sie akzeptiert auch keine Beschränkungen im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems."


Eigentlich nicht zu tolerierendes Verhalten von Seiten der Israelis.
Aber: sie machen doch nur das, was viele islamische Staaten in nichtislamischen Staaten mithilfe "nützlicher Idioten" praktizieren - schleichende Umvolkung...


Nun, wie auch immer: Sollte Abbas nicht mehr zur Verfügung stehen, geht der letzte gemäßigte Palästinenser mit Einfluss in "Rente". Für den "Friedensprozess" wäre das wohl der Todesstoß!

Moin!
Ich hoffe trotzdem von Herzen auf eine Fortsetzung des Friedensprozesses durch beide Seiten.
Der Israel-Palästinakonflikt ist eine offene Wunde und Terrorismus sowie Fanatismus sind der Eiter, der aus diesem Geschwür fliesst.
Ahoi.

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